Der ansonsten hier veröffentlichte Jahresplan für 2021 ist bis auf weiteres ausgesetzt. 

 

Der Vorstand SDK.

Fragen zu den Magazinen

Sind von der Patronen-Begrenzung auch freie Waffen und Waffen bis Kaliber .22 lfB betroffen, oder nur solche Magazine, die für großkalibrige Waffen geeignet sind?

Verboten ist nur Zentralfeuermunition. Da .22 lfb (deren korrekte Bezeichnung .22lr ist) eine Randfeuerpatrone ist, fällt sie nicht unter das Verbot.

Sind MG-Gurte, MG- und Langwaffen-Laderahmen, Gurttrommeln und Gurtkästen von der Restriktion ebenfalls betroffen?

Nein.

Ist schon bekannt, ob es auch für Magazine und Gurte eine Besitzkarte geben soll?

Nein, es gibt nur die Bestandsanzeige für Magazine.
Große Magazine dürfen nach dem 01.09.2020 nur mit einer Ausnahmegenehmigung des BKA für den Umgang mit verbotenen Magazinen erworben werden.
Gurte fallen nicht unter die Magazin-Definition.

Wie lange sind die Übergangsfristen? 

Die Erlaubnis ist spätestens am 01.09.2021 zu beantragen.

Welche Magazine müssen bei der Behörde angezeigt werden und für welche muss eine BKA-Ausnahmegenehmigung beantragt werden?

Kurzwaffen mit integriertem Magazin > 20 Patronen,
Langwaffen mit integriertem Magazin > 10 Patronen,
Kurzwaffenwechselmagazine für Zentralfeuermunition > 20 Patronen,
Langwaffenwechselmagazine für Zentralfeuermunition > 10 Patronen

Dürfen Magazine über der gesetzlich vorgeschriebenen Kapazität noch verkauft werden?
Dürfen bis 01 September 2020 noch große Magazine verkauft werden?

Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes theoretisch schon, allerdings fallen diese Magazine für den Kunden nicht unter den Bestandsschutz, sodass der Kunde nach Ablauf der Übergangsfrist eine BKA-Ausnahmegenehmigung bedarf oder das Magazin bei der Behörde abgeben muss. Als „verbotene Gegenstände“ unterliegen sie dann nach § 13 AWaffV zudem einer erhöhten Aufbewahrungsanforderung. Nach Inkrafttreten des Gesetzes ist der Verkauf nur noch bei Vorlage einer Ausnahmegenehmigung möglich.

Was sollten Händler tun, die noch große Magazine auf Lager haben?

Keine Angabe. 

Wenn die Abgabe nach 01.09.2020 nur noch bei Vorlage einer Ausnahmegenehmigung möglich ist … was wäre eine mögliche Lösung für den finanziellen Schaden, den dies zur Folge hat?

Keine Angabe.

Benötigen Händler nun automatisch eine BKA-Ausnahmegenehmigung bezüglich der Magazine? Beispiel: Händler verkauft Glock-Kurzwaffen und Schmeisser-Langwaffen, die ebenfalls Glock-Magazine fassen. Damit besitzt er automatisch Magazine, die für Langwaffen nicht mehr erlaubt sind. 

Ja. Erläuterung: Das Umgangsverbot umfasst alle Umgangsarten und unterscheidet nicht zwischen gewerblichem und nicht-gewerblichem Umgang. In dem genannten Beispielsfall dürfte folgende Regelung der neuen Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.4. greifen: „Ein Wechselmagazin, das sowohl in Kurz- als auch in Langwaffen verwendbar ist, gilt als Magazin für Kurzwaffen, wenn nicht der Besitzer gleichzeitig über eine Erlaubnis zum Besitz einer Langwaffe verfügt, in der das Magazin verwendet werden kann.“

Wie können sich Händler davor schützen, einem Kunden ein verbotenes Magazin zu verkaufen (Beispiel Glock)? Denn der Händler müsste alle WBKs einsehen, um zu überprüfen, ob der Kunde eine Langwaffe hat, wo ein solches Magazin reinpasst. Der Kunde muss diese WBKs jedoch nicht vorlegen und der Händler hat keine Möglichkeit, die Anzahl der WBKs in Erfahrung zu bringen. 

Da erlaubte Magazine weiterhin frei gehandelt werden dürfen, gibt es für den Händler keine Möglichkeit und auch keine Notwendigkeit zur Überprüfung. Einen Hinweis auf die neue Rechtslage sollte der Händler jedoch geben, da er meist informierter ist als sein Kunde.

Der Kunde muss dann selbst bewerten, ob er das betreffende Magazin erwerben darf oder nicht.

Was passiert mit Waffen, die standardmäßig mit 21 Schuss ausgeliefert werden (P320 X-five)? Dürften Händler diese ab Inkrafttreten des Gesetzes nur ohne Magazine verkaufen? Und was machen die Kunden, die diese Waffe gekauft haben? Die gibt es erst seit 2018 und somit fallen die Magazine nicht unter Altbestand.

Neue verbotene Waffen: halbautomatische Zentralfeuerwaffen:

  • Kurz-Feuerwaffen mit eingebautem Magazin > 20 Patronen
  • Kurz-Feuerwaffen mit Wechselmagazin > 20 Patronen
  • Lang-Feuerwaffen mit eingebautem Magazin > 10 Patronen
  • Lang-Feuerwaffen mit Wechselmagazin > 10 Patronen

Diese Magazine fallen damit unter die verbotenen Waffen und die Kunden, die diese erst kürzlich erworben haben, müssen spätestens am 01.09.2021 eine Ausnahmegenehmigung beantragen oder die Waffen der zuständigen Behörde überlassen.

Gelten die Verbote für Schreckschusswaffenmagazine 10 Schuss Langwaffen (Z.B. MP 40) und Kurzwaffenmagazine 20 Schuss (z.B. Zoraki Magazine) auch? Wenn ja ab wann?

Nein, da nur Magazine für Zentralfeuerwaffen betroffen sind und Kartuschenmunition nicht hierunter fällt.

Gilt die Beschränkung auch für fest eingebaute Magazine?

Nicht für alle, sondern nur für „halbautomatische Zentralfeuerwaffen“. Repetierer (auch Unterhebel- und Vorderschaftrepetierer) sind also nicht betroffen.

Wir haben am 18.02.2020 eine SL-Flinte mit 11-Schuss Magazin an einen Jäger online verkauft. Die Waffe steht noch bei uns, dürfen wir diese verschicken oder nach neuer Gesetzeslage nicht mehr? 
Das Magazin ist an der Flinte fest verbaut.

Eine SL-Flinte ist eine halbautomatsche Waffe.

Die betreffende Norm tritt am 01.09.2020 in Kraft. Der Jäger wird sich dann um eine Ausnahmegenehmigung des BKA bemühen müssen oder eine technische Kürzung (sofern möglich) am Magazin vornehmen lassen müssen.

Bleiben Selbstladeflinten mit Röhrenmagazin, gekennzeichnet mit 12/76 und Magazinkapazität von 10 Schuss in 12/76, legal? 
Ist es auch noch legal, wenn auf eben solcher Flinte beide Größen angegeben sind, also 12/70 bis 12/76?

Selbstladeflinten sind halbautomatische Waffen.

Verboten sind halbautomatische Langwaffen für Zentralfeuermunition, die über ein eingebautes Magazin mit einer Kapazität von mehr als zehn Patronen des kleinsten nach Herstellerangabe bestimmungsgemäß verwendbaren Kalibers verfügen; 12/70 ist in diesem Fall die Kleinste.Der Schweizer Geradezugrepetierer Schmidt-Rubin Modell 1889 hat standardmäßig ein 12-Schuss Magazin. 
Wie verhalte ich mich hier als Sportschütze/Händler richtig, wenn ich solch eine Waffe im Bestand habe? 

Durch die Kapazität von 12-Patronen wird das wechselbare Magazin zum Verbotsgegenstand, auch wenn die Bezugswaffe eine Repetierbüchse ist.

Entweder ist eine Ausnahmegenehmigung des BKA erforderlich oder das Magazin wird dauerhaft mit der Repetierbüchse verbunden (verschweißen/hartlöten), sodass es keinen Verbotsgegenstand mehr darstellt. Die Waffe ist ohnehin dafür bestimmt, mit 6er-Ladestreifen geladen zu werden, ohne dass das Magazin entnommen werden muss. Dies wäre bei einer dauerhaften Verbindung von Waffe und Magazin weiterhin möglich.

 Quelle: Natioales Waffenregister

 

Wettkämpfe finden bis auf Weiteres nicht statt.

 

Der Vorstand.

Bei Aufnahme in den Verein ist eine Aufnahmegebür in Höhe von 100 € an den Verein zu entrichten. Der Mitgliedsbeitrag für das laufende Kalenderjahr beträgt derzeit 150 €. Die Aufnahegebühr sowie der erste Mitgliedsbeitrag ist bei Antragstellung fällig. Desweiteren sind die Mitglieder des Vereins zur Leistung von drei Arbeitsstunden im laufendem Kalenderjahr verpflichtet. Durch die Mitgliederversammlung wurde beschlossen, das am Anfang des Kalenderjahres 30 €, also 10 € für jede Arbeitsstunde, gemeinsam mit den fälligen Jahresmitgliedsbeitrages an den Verein zu entrichten ist. Vereinsmitglieder die ihre drei Pflichtstunden abgeleistet haben, könne sich auf Wunsch den gezahlten Beitrag für die Arbeitsstunden vom Verein erstatten lassen.

Zum Jahresende bekommt jedes Vereinsmitglied per Post eine Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung zugestellt. Auser der Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung ist dem Schreiben die Aufforderung zur Zahlung des Mitgliedsbeitrages und des Beitrags für die Pflichtstunden beigefügt.

Ausnahmeregelungen zur Beitragszahlung sind beim Vorstand des Vereins zu erfragen.

Hier könnt Ihr Euch die aktuelle Satzung des SV Dessau-Kochstedt e.V. als PDF Datei laden.